Coronavirus: Warum man sich jetzt Vorräte anlegen sollte

Vorratshaltung ermöglicht die Unabhängigkeit von kurzfristigen Lieferengpässen. So weit, so gut. Die Frage, ob man sich Notfallvorräte zulegen sollte oder nicht, treibt derzeit viele Menschen um. Vielen scheint es übertrieben, sich vor dem Coronavirus zu fürchten und mit Lebensmitteln für längere Zeiträume einzudecken. Tatsächlich kann es aber ratsam sein, vorausschauend zu agieren. Grund ist nicht die drohende Pandemie, bei der sich die Corona-Epidemie bundesweit in Deutschland ausbreitet. Grund ist vor allem, dass Lebensmittel durch Hamsterkäufe anderer Menschen knapp werden oder Lieferketten unterbrochen werden könnten. Wer also nicht auf seine Lieblingspizza verzichten möchte, sollte sicherheitshalber lieber zwei kaufen und eine in der Tiefkühlung aufbewahren. Besonders Toilettenpapier scheint in der aktuellen Krise ebenfalls gefragt zu sein. Wie lange eine Pandemie andauern würde, kann nicht mit Bestimmtheit gesagt werden. Die Versorgung mit Lebensmitteln würde auch durch eine Coronavirus-Epidemie nicht dauerhaft unterbrochen werden. Engpässe entstehen vor allem durch gesteigerte Nachfrage oder unterbrochene Produktions- und Lieferketten. Alle großen Supermarktketten in Deutschland sind jedoch längst auf viele Eventualitäten vorbereitet und haben ihre Lager aufgestockt. Wie man am Beispiel der chinesischen Stadt Wuhan sieht, die seit Wochen unter Quarantäne steht, kann die Versorgung selbst von Millionenstädten dauerhaft gewährleistet werden. Es besteht also kaum Anlass zur Sorge vor Lieferengpässen. Für eine Abriegelung deutscher Städte spricht nach Aussage des Robert Koch Instituts aktuell nichts.

Wer dennoch Kontaktpunkte zu öffentlichen Orten in nächster Zeit reduzieren möchte, ist womöglich tatsächlich gut beraten, statt kleiner und häufiger Einkäufe lieber seltenere Großeinkäufe durchzuführen. Das zuständige Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät außerdem auch ganz ohne konkrete Krisenlage dazu, ständig Vorräte für Bedrohungssituationen wie Naturkatastrophen, Hochwasser, Unwetter o.ä. auf Lager zu haben.


Diese Vorratsliste ist NICHT speziell für die Coronavirus-Pandemie 2020 veröffentlicht worden und sollte von niemandem für Panikmache missbraucht werden. Die Bundesregierung hat derzeit (KW9/2020) keine speziellen Handlungsempfehlungen herausgegeben.

Achten Sie bitte darauf, dass niemand durch Ausnutzung Ihrer Angst Sie zu objektiv unnötigen Käufen verleitet. Das gilt für Preispolitik und Verknappung von Händlern ebenso wie für reißerische Überschriften von Newsportalen.


Notvorrat für Lebensmittel

Empfohlen werden pro Erwachsene Person und pro 10 Tage folgende Lebensmittel:

  • 20 Liter Flüssigkeit; am besten geeignet sind Wasser, Fruchtsäfte und andere länger lagerfähige Getränke.
  • 3,5 Kilogramm Getreide, Getreideprodukte, Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis
  • 4 Kilogramm Hülsenfrüchte und Gemüse
  • 2,5 Kilogramm Obst und Nüsse
  • 2,6 Kilogramm Milch und Milchprodukte
  • 1,5 Kilogramm Fleisch, Fisch und Eier
  • 0,375 Kilogramm Fette und Öle
  • Weitere Lebensmittel wie Zucker, Honig, Marmelade, Salz und Mehl

Wo gibt es diese Lebensmittel?

Haltbare Lebensmittel: Wer nicht in den Supermarkt gehen möchte, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, oder Dinge sucht, die im Laden ausverkeuft sind, kann viele Lebensmittel auch hier über Onlineshops wie Amazon² bestellen. Die Lebensmittel müssen dann nicht in unterschiedlichen Läden zusammengesucht werden und werden direkt bis an die Tür geliefert.

Frische Lebensmittel: Auch auf frische Lebensmittel muss man nach aktuellem Stand dank der Angebote von Amazon Fresh² nicht verzichten. FRisches Obst, Gemüse und vieles anderes wird bis an die Wohnungstür geliefert.

Notfall-Überlebenssets: Amazon bietet auch sogenannte Pakete mit Notfallverpflegung² an, wie sie teilweise auch bei der Bundeswehr zum Einsatz kommen. Diese sind besonders lange haltbar (Langzeitnahrung) und beinhalten alles, was Sie zum Überleben brauchen. Ob Sie sich ein derartiges Set für ihr persönliches Sicherheitsempfinden zulegen möchten, obliegt allein Ihnen. Derzeit lässt sich dafür noch keine Notwendigkeit absehen.

Hygiene-Artikel: Bitte vergessen Sie nicht, sich für den gleichen Zeitraum, für den Sie mit Lebensmitteln planen, auch mit Toilettenpapier und Hygieneartikeln² einzudecken!

Hausapotheke

Neben dem unmittelbaren Überleben, steht die Gesundheit und körperliche Unversehrtheit an zweiter Stelle. Das BKK empfiehlt folgende Bestandteile für die Hausapotheke:

  • Vom Arzt verschriebene Medikamente
  • Erkältungsmittel
  • Schmerz- und fiebersenkende Mittel
  • Mittel gegen Durchfall, Übelkeit, Erbrechen
  • Fieberthermometer
  • Haut- und Wunddesinfektionsmittel
  • Verbandsmaterial, usw.

Wo gibt es Erste Hilfe Sets & Medikamente?

Hausapotheke: Die Basis der Hausapotheke bildet das Erste-Hilfe-Set für Unfälle. Sofern Sie bereits eines in ihrem Haushalt oder im Auto besitzen, müssen Sie nicht extra ein neues kaufen, solange einzelne Bestandteile nicht abgelaufen sind. Falls Sie eine neue Hausapotheke anlegen möchten oder die bestehende erweitern, finden Sie hier eine gute Ausgangslage².

Medikamente: Nicht verschreibungspflichtige Medikamente gegen Fieber oder Erkältung bekommen Sie in der Apotheke oder ebenfalls online². Für verschreibungspflichtige Medikamente suchen Sie bitte Ihren Haus- oder Facharzt auf und lösen das Rezept anschließend in einer Apotheke ein.

Bitte lassen Sie Schutzkleidung, Atemschutz & Co dem medizinischen Pflegepersonal, das darauf in seiner ganz alltäglichen Arbeit angewiesen ist. Die meisten handelsüblichen Schutz-Artikel schützen nicht oder nur unzureichend vor dem Coronavirus und könnten Sie in falscher Sicherheit wiegen, was zu einer Ansteckung führen kann.

Strom- und Heizungsausfall

Sollten die Elektrizität und die Wärmeversorgung im Haus ausfallen, beinhaltet die Empfehlung für Katastrophensituationen die Vorratshaltung folgender Gegenstände:

  • Warme Kleidung
  • Kerzen und Taschenlampen
  • Campingkocher
  • Heizgelegenheit
  • Brennstoffe
  • Reservebatterien
  • Bargeldreserve
  • Batteriebetriebenes Radio

Wo gibt es das alles?

Es dürfte an Kleidung genügen, was Sie im Kleiderschrank haben. Sie müssen in aller Regel keine besondere Kleidung kaufen.  BEdenken Sie, dass Sie daheim auch Bettzeug und ggf. weitere Decken haben. Mit Bargeld-Knappheit durch das Coronavirus ist derzeit nicht zu rechnen. Auch benötigen Sie keine größeren Vorräte, wenn Sie lediglich zuhause bleiben und sich beliefern lassen, aber vorab online zahlen. Bitte prüfen Sie, ob sie einen Campingkocher und Heizgelegenheiten für eine etwaige Coronavirus-Pandemie wirklich benötigen. Ein Ausfall der Strom oder Wärmeversorgung durch das Virus ist derzeit in noch keinem Land aufgetreten. Zudem werden die Tage länger und die Temperaturen wärmer.

Günstig im Ein-Euro-Shop oder bequem als Lieferung via Onlinebestellung können Sie Radio², Kerzen² & Taschenlampen² kaufen. Bitte beachten Sie etwaige Brandrisiken, Brandschutzvorschriften und eine Bevorratung mit genügend Batterien. Anstelle von Batterien können Sie auch zu wiederaufladbaren Akkus greifen.

Kaufen Sie bitte nichts, was Sie nicht benötigen und im Notfall nicht mitnehmen können. Denken Sie stattdessen eventuell lieber auch über eine Powerbank² oder ein Solarladegerät für ihr Handy² nach! Powerbanks haben den Vorteil, dass sie Strom speichern und auch nachts abgeben. Solarladegeräte haben den Vorteil, dass sie nicht wieder aufgeladen werden müssen und Sonnenenergie direkt nutzbar machen. Für etwas mehr Geld gibt es auch Solar-Powerbanks, die beide Vorteile miteinander vereinen. Praktisch sind auch Solarrucksäche, die in Deutschland unter anderem durch den Auftritt von Sunny Bags in der Höhle der Löwen bekannt wurden. Im Notfall können Sie das Smartphone ggf. aber auch bei Nachbarn loder im Auto laden oder Warten, bis der Strom wieder hergestellt ist. Es gibt nämlich keinerlei Veranlassung, für eine Apokalypse zu planen.

Not- und Evakuierungssituationen

Solte es notwendig werden, das Haus dauerhaft zu verlassen, beispielsweise aus Gründen einer Gebietsevakuierung oder um das Krankenhaus aufzusuchen, empfiehlt es sich, eine Dokumentenmappe mit Ausweis, Führerschein, Familiendokumenten, Gesundheitskarte, Kontounterlagen, wichtigen Verträgen, etc. vorzubereiten und die notwendigsten Medikamente griffbereit zu haben. Für längere Abwesenheiten empfiehlt die Regierung die Mitnahme von:

  • Erste-Hilfe-Material, persönliche Medikamente
  • Batteriebetriebenes Radio und Reservebatterien
  • Staubdicht verpackte Verpflegung für zwei Tage
  • Essgeschirr und -besteck
  • Taschenlampe, Schlafsack oder Decke
  • Hygieneartikel
  • Wetterschutzbekleidung wie Regenjacke oder -hose
  • Wetterfestes Schuhwerk
  • Ausweise, Geld, Wertsachen
  • Fotoapparat, Fotohandy
  • Auch an Wasser und Lebensmittel sollte ggf. gedacht werden.

Sofern Sie sich mit den Dingen der anderen Listen eingedeckt haben, sind Sie hier genügend ausgerüstet.


Wenn die aktuelle Gesundheitskrise ausgestanden ist, möchten Sie vielleicht einen Campingurlaub machen. Ausgerüstet sind Sie nun und die Tourismusbranche muss dringend wieder etwas aufgepäppelt werden. Viel Vergnügen mit Ihrem Survival-Pack!


²Disclaimer & Hinweis: Amazon zahlt mir eine Vermittlungsgebühr für qualifizierte Käufe, die Sie über diesen Artikel tätigen. Der Preis für Sie ändert sich dadurch nicht. Ich beabsichtige, etwaig erzielte Gewinne der WHO oder dem Deutschen Roten Kreuz zu spenden und würde mich freuen, wenn Sie ebenfalls für eine dieser oder eine andere, vergleichbare Organisation spenden würden, die im Kampf gegen SARS-CoV-2 an vorderster Front steht.